Liebe

Gebrochene Flügel

Oben auf des Berges Höhe
sitzt mit traurigem Gesicht,
ein Engel mit gebrochenen Flügeln
ganz leise mit dem Winde spricht.

Den Menschen habe ich Liebe gegeben
ganz sanft die um das Herz gewebt,
bracht ihnen Glück und tiefen Frieden
bin dann ganz still davon geschwebt.

Es sprach der Engel flüsternd leise
die Tränen fließen wie ein Fluss,
denn auf der großen weiten Reise
gab ihm ein Mensch den Todeskuss.

Gebrochen wurden ihm die Flügel
sein Herz das riss er einfach raus,
die Liebe wollte er nicht nehmen
der Engel weiß es ist nun aus.

Fällt langsam von des Berges Höhe
hinunter in des Windes Arm,
zerbricht auf hartem Felsenboden
der von der Sonne ist noch warm.

Gesang erklingt aus weiter Ferne
ein Engel der Liebe ist verloren,
der langsam wird zum hellen Sterne
weil ihm ein Mensch hat abgeschworen

Zeit heilt alle Wunden

Still stehe ich an meinem Fenster
träume mich fort ins ferne Land,
wo ich vor endlos vielen Jahren
den kleinen Engel lächelnd fand.

Der mir ein helles Lichtchen reichte
mir stille nahm das große Leid,
und flüsternd - leise - sanft erzählte
das alle Zeit die Wunden heilt.

Doch was ist mit den tiefen Narben
die jeder Schmerz mir hat gebracht,
ganz oft kann ich sie brennen fühlen
besonders in der kalten Nacht.

Da höre ich die Stimme wispern
die Narben wird man immer sehen,
sie werden langsam sacht verblassen
doch niemals gänzlich von Dir gehen.

Ich spüre wohlig zarte Wärme
als mich berührt des Engels Hand,
den ich an diesem dunklen Tage
mit einem Lächeln wieder fand.


13.6.06 20:04

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